Hubert Käppel: Romantic Guitar Music
In neuer Auflage ist nun Käppels berühmt gewordene Einspielung mit Gitarrenwerken der Romantik erschienen.
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Franz Schubert (1797–1828) Johannes Brahms (1833–1897) Giulio Regondi (1822–1872) Robert Schumann (1810–1856) |
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Besprechung in Gitarre Aktuell Ausgabe 2/92:
Der Titel "Romantische Gitarrenmusik" läßt mit den Komponisten Schubert, Schumann, gar Brahms und Regondi vielleicht nicht unbedingt auf neue Abenteuer hoffen - zu häufig wurde bisher das romantische Etikett geklebt, manchmal verkleistert. Bei "Käppels Romantik" sitzt der Hörer allerdings nach dem ersten Ton starr im Sessel. Man vermag kaum zu sagen, ob eher der pianistische Umgang mit dem Material, der glasklare, aber stets geformte Ton, die Brillanz der vorgeführten Technik oder das überaus saubere, immer transparente Klangbild der Stücke zur unausweichlichen Faszination führen, diesem Künstler zuzuhören. Hubert Käppel geleitet den Hörer durch die Stimmen, er zeigt den Verlauf auf, er knüpft die logischen Verbindungen der melodischen und harmonischen Abfolgen, die eine Komposition erst zu einer Einheit, zu einem Guß verschmelzen läßt. Mit traumhafter Sensibilität und unbeirrbarem rhythmischen Gespür gestaltet er die kleinen Werke und verpaßt der Gitarre eine neue Dimension, die sie in den Bereich von Tasteninstrumenten rückt.
"Gehört in jede CD-Sammlung!" Akustik Gitarre Ausgabe 4/2010:
Endlich: Dieses vor rund 20 Jahren eingespielte Album war lange Zeit vergriffen, jetzt liegt es in einer Neuauflage vor (...) mit diesem Album schuf Käppel nach seiner grandiosen Bach-Aufnahme einen weiteren Meilenstein des modernen künstlerischen Gitarrenspiels. (...) Denn sein hochmusikalisches Spiel, diese nach wie vor beeindruckende Klangfülle und Klarheit, gepaart mit einer unerschütterlich souveränen Technik, lässt schlichtweg vergessen, dass es sich hier (Brahms) nicht um originale Gitarrenmusik handelt. Käppels Spiel erinnert vom interpretatorischen Ansatz her am ehesten an den genialen Pianisten Glenn Gould; zu hören ist allerdings Gitarre in Reinkultur - wohlgemerkt nicht zum Selbstzwek, sondern stets im Dienst der Musik. Auch aufnahmetechnisch ist dieses Album über jeden Zweifel erhaben und gehört somit in jede CD-Sammlung.
Harald Wittig, Akustik Gitarre 4/10 Ausgabe Juli/August 2010
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